Treppengeschichten

Warum steht man selber auf die St.Galler Treppen? Schreiben Sie uns.

Meine Lieblingstreppe in St.Gallen war jene mit dem Namen Dohlengässlein. Sie führte mich in den Jahren 1995 und 1996 von meinem damaligen Arbeitsort im Herzen der Altstadt hinauf zur Uni an die Vorlesungen und Seminare. Eine andere oft benutzte Stiege war die Harfenbergtreppe. Dort hatte ich einst eine Begegnung mit einem beeindruckenden Rotfuchs – er unten, ich oben. Er blieb stehen, ich blieb stehen. Wir schauten einander etwa zehn Sekunden an. Dann machte er sich seitlich davon und verschwand.
André Nauer

Auf Grundlage der Stägestadt-Karte habe ich eine zugleich interessante wie sportliche Stäge-Tour zusammengestellt und absolviert. Gerne inspiriere ich damit auch andere Treppenbegeisterte, die gerne mal etwas anderes ausprobieren wollen. Die Tour startet am Hauptbahnhof und führt am Rosenberghang einige Male auf diversen Treppen hinauf und hinunter. Danach geht’s quer durch die schöne Altstadt, am Bernegghang dann auch wieder hinauf und hinunter und schliesslich zurück zum Hauptbahnhof. Insgesamt bewältigt man so auf 22 grösseren Treppenbereichen etwa 4’400 Stufen, knapp die Hälfte davon aufwärts.
Eine zweite sehr schöne Stäge-Tour gibt’s am Südosthang der Stadt. Von der Notkersegg macht man zuerst vielleicht einen Abstecher zur wilden Tivolihöhle, dann geht’s auf Hangtreppen im Auf und Ab zu den Drei Weieren und schliesslich weiter via Falkenburg zum Hauptbahnhof. Auf dieser Tour werden über 3’600 Stufen bezwungen.
Werner Zehnder